Rheinland-Pfälzisches Freilichtmuseum - Bad Sobernheim

Rheinland-Pfälzisches Freilichtmuseum

Ganz in der Nähe des mittelalterlichen Städtchens Bad Sobernheim an der Nahe – genauer gesagt im malerischen Nachtigallental – zeigt das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum auf besonders anschauliche Weise, wie die Menschen in Rheinland-Pfalz auf dem Land während der vergangenen fünf Jahrhunderte gelebt, gewohnt und gearbeitet haben. Hierzu sind für die verschiedenen rheinland-pfälzischen Landschaften die vier Baugruppen Mosel-Eifel, Pfalz-Rheinhessen, Mittelrhein-Westerwald und Hunsrück-Nahe entstanden. Knapp 40 historische Gebäude wurden vor Ort Stein für Stein, Holz für Holz abgebaut, dann im Freilichtmuseum originalgetreu wieder aufgebaut und bis ins Detail eingerichtet.

Dorfschmiede und Wassermühle, Friseursalon, Kaufmannsladen und Metzgerei, Schule und Backhaus, Kegelbahn und Tanzsaal, Winzerhäuser und Bauernhöfe laden zu einer kurzweiligen Reise in die Vergangenheit ein. Der ausgeschilderte Rundweg führt über zwei Kilometer von Baugruppe zu Baugruppe durch das abwechslungsreiche Museumsgelände vorbei an Schauäckern, Wiesen, Weiden und Hausgärten, die nach historischen Vorbildern bestellt werden. Seltene Glanrinder, Weideschweine, Ziegen, Schafe, Stallhasen, freilaufende Hühner, Gänse und Enten sowie ein Lehrbienenstand geben lebendigen Einblick in das Landleben vergangener Tage. Einmal im Monat wird im Backhaus Museumsbrot gebacken, an vielen Sonntage sorgen verschiedene Aktions- und Thementage für zusätzliches Leben.

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Bad Sobernheim

Bad Sobernheim

Sobernheim wird als „Soberenheim“ zum ersten Mal im Jahre 1074 in der Gründungsurkunde des Klosters Ravengiersburg erwähnt, in der, beurkundet durch den Erzbischof Siegfried von Mainz, dem Kloster auch der Zehnt des Gutshofs Sobernheim (decem de curte Soberenheim) überschrieben wurde. Bodenfunde lassen die Anwesenheit von Menschen schon seit der Jungsteinzeit sicher erscheinen. Auch zu Zeiten der Kelten und Römer (ca. 600 v. bis 400 n. Chr.) bestand mindestens eine kleine Siedlung. Ab dem 3. Jahrhundert kamen  germanische  Einwanderer in das Nahetal, von denen sich ab 400 n. Chr. die Franken als neue Herren durchsetzten. Der Name bedeutet Heim des Sobaro. Sobaro ist ein Althochdeutscher Vorname. Dies deutet auf ein höheres Alter an als die schriftliche Überlieferung anführt.

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