Wolgast eine kleine Stadt mit schönem Altstadtkern, einer sehenwerten Kirche und einem Museumshafen ohne sehenswerte Schiffe

Wolgast, das Tor zur Insel Usedom

Wolgast wird seit jeher als das „Tor zur Insel Usedom" bezeichnet - von hier aus gelangte man schon früher auf die Insel. Die Herzöge zu Pommern-Wolgast residierten von 1295 bis 1625 auf der sogenannten Schlossinsel, allerdings befindet sich hier schon lange kein Schloss mehr. Die Stadt gelangte zu besonderer wirtschaftlicher Blüte im 19. Jahrhundert , als der Hafen zu einem wichtigen Umschlagsplatz für den Getreidehandel im Ostseeraum wurde. Davon zeugen heute noch die zwei großen, fast zweihundert Jahre alten Fachwerkspeicher am Hafen.

Bürgerhäuser mit schönen Fassaden aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert säumen das mittelalterliche

Straßennetz in der historischen Altstadt. Die mächtige gotische St. Petri Basilika mit der Herzoggruft ist das älteste Bauwerk, sie wurde bei dem Brand 1713 fast vollständig zerstört. Das Rathaus erhielt seine heutige barocke Fassade bei seiner Wiederherstellung von 1718 bis 1724. 

Neben den vielen historischen Sehenswürdigkeiten verdient auch ein modernes Bauwerk große Beachtung: die Peenebrücke, Deutschlands größte und schönste Wagebalken-Klappbrücke.

Quelle: Wikipedia

Im Museumshafen unterwegs

Im Museumshafen Wolgast befindet sich das Fährschiff Stralsund, welches bis 1990 die Verbindung zwischen Wolgast Hafen und Wolgast Fähre, auf der Insel Usedom, herstellte. Das 1890 erstmals in Dienst gestellte Schiff konnte Personen, PKW, LKW und Eisenbahnwagons befördern und wurde zum Teil auch als Eisbrecher auf der Peene und der Swine eingesetzt. Heute ist das Fährschiff ein Museum. Weiterhin findet man im Museumshafen Wolgast einen alten Schlepper, der zum ziehen der auf der Wolgaster Peenewerft gebauten Schiffe benutzt wurde.

Quelle: https://www.usedom

Der Hafen ist wundervoll angelegt, aber hätten wir nicht gewusst das diesen gibt, hätten wir ihn nicht als Museumshafen wahrgenommen. Hauptaugenmerk fand der alte Segler, hinter dem kleinen Fährschiff, dass wir nicht als Museumsschiff identifizierten. Der alte Schlepper rostet vor sich hin. Die Geschäfte sind alle leer. Irgendwie wirkte alles sehr verlassen.

In den schönen Altstadtgassen unterwegs. Der Bummel lohnt sich, aber wer hier Geschäfte bummeln möchte wird enttäuscht. Hier und da findet sich eins, aber so wirklich einladend wirken diese nicht. Als es beginnt zu Regnen, machen wir uns auf den Heimweg.

Altehrwürdige St. Petri Kirche

Die St.-Petri-Kirche Wolgast ist eine dem Apostel Petrus geweihte evangelische Kirche in der Stadt Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wurde bis 1350 errichtet und infolge von Kriegs- und Unwetterfolgen mehrfach zerstört und wiederaufgebaut. Daher weist sie sowohl gotische als auch barocke Architekturmerkmale auf. Die Wolgaster St.-Petri-Kirche geht zurück auf die Christianisierungsreise des Bischofs Otto von Bamberg im Jahr 1128, der einen in der Stadt bestehenden heidnischen Tempel des slawischen Gottes Jarovit zerstören ließ und vermutlich an gleicher Stelle eine errichtete Kirche weihte. Das Gebäude zählt damit zu den ältesten im 21. Jahrhundert vorhandenen Bauwerken in der Stadt Wolgast. Im Jahr 1993 begann eine umfassende Sanierung des Kirchengebäudes mit einem bisherigen Kostenumfang von über zwei Millionen Euro. 

In der zwischen 1560 und 1587 eingerichteten Gruft der Kirche befinden sich in Zinnsarkophagen die Särge von sieben Angehörigen der letzten drei Generationen der Herzogsfamilie von Pommern-Wolgast. Die vorherigen zwei älteren Grablegen werden unter dem Chor vermutet. Die 2007 abgeschlossene mehrjährige Rekonstruktion der Gruft und der Särge der Pommern-Herzöge wurde im Jahr 2010 mit einem Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe in der Kategorie Erhaltung ausgezeichnet. 

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